Kommentare

#1 - Akim 05.09.2007 23:33 -

Die Methode finde ich sehr interessant, allerdings zu umständlich. Das Problem ist, dass diese Vorgehensweise vielleicht für 250 Stellen reichen kann - wie du ja geschrieben hattest - allerdings wird es ab dann sicherlich sehr schwierig, da man sich schließlich auch die Bilder merken muss. Abgesehen davon dauert es meines Erachtens viel zu lange, sich eine passende Geschichte auszudenken bzw. zunächst die passenden Worte zu finden.
Wie lange brauchst du denn, um zum Beispiel die Nachkommastellen 400 bis 500 auswendig zu lernen? (ich habe bewusst diese gewählt, da du sie noch nicht kannst!) Stoppe doch mal die Zeit und prüfe, ob du alles korrekt behalten hast.

Wie lange behältst du die Bilder im Kopf? Kann man dich auch noch einen Monat oder zwei Monate später nach den Ziffern fragen?

#1.1 - Turing 12.09.2007 19:52 -

Sicher wird es mit der Zeit schwieriger, sich die Bilder zu merken. Bestimmte Muster wiederholen sich auch, so dass man hin und wieder ins Schleudern gerät.

Aber grundsätzlich ist die Technik dennoch problemlos anwendbar. Dass man lange braucht um sich eine Geschichte zu überlegen ist kein Kriterium, denn das muss man nur einmal machen. Wichtiger ist, dass man durch die Geschichte die Zahlen schnell und fehlerfrei wieder auf die Reihe kriegt.
Deshalb finde ich es auch unwichtig wie lange ich brauchen würde um 500 Stellen zu lernen, mal abgesehen davon dass ich, wie erwähnt, aus diversen Gründen bei 250 Stellen Schluss gemacht habe. Im Gegenteil - wenn man sich nur eine reine Zahlenkolonne merken wollte, würde man reihenweise Fehler machen. *Gerade* diese Technik ist sehr effizient um sich lange Zahlen zu merken.

Was ich allerdings sagen kann ist, dass ich für 250 Ziffern etwa zwei Tage gebraucht habe. In 50er Blöcken. Dabei brauche ich etwa eine halbe Stunde um mir 25 Wörter zu überlegen. Dann gehe ich die Geschichte 5-10 Mal durch und wiederhole sie noch ein paar Mal im Laufe des Tages.

Heute, etwa 3 Monate nachdem ich damit aufgehört habe, kann ich immer noch etwa 150-200 Stellen fehlerfrei und den Rest mit etwas Gewürge wohl auch noch.

#1.1.1 - Akim 20.09.2007 16:28 -

Zunächst einmal vielen Dank für deine Antwort. :-)

"Dass man lange braucht um sich eine Geschichte zu überlegen ist kein Kriterium [...]"
Meiner Meinung nach doch. Es zählt auch immer die Geschwindigkeit, da es - je nach Situation - auch um weitaus mehr Daten als nur 250 Stellen gehen könnte.

"Im Gegenteil - wenn man sich nur eine reine Zahlenkolonne merken wollte, würde man reihenweise Fehler machen."
Nein, dem muss ich widersprechen. Dadurch, dass man tatsächlich nur Zahlen bzw. deren Position anstatt einer umfangreichen Geschichte mit einer bestimmten Verschlüsselung als Grundlage einprägt, muss man auch weniger Informationen behalten bzw. kann sich auf diese konzentrieren.
Dass du nach drei Monaten immer noch 150 - 200 Stellen aufsagen kannst, ist okay, aber nicht unbedingt besser als eine Methode ohne Bilder.
Ich hatte z.B. vor ca. einem Dreivierteljahr aus Spaß und Langeweile Pi auf 300 Stellen auswendig gelernt (ohne Bilder, versteht sich), indem ich alles in Zehner- und Fünfergruppen unterteilt habe. Jetzt kann ich immer noch 100 Stellen sicher und mit etwas Glück bestimmt auch noch mehr. Zusätzlich kann man auf diese Art und Weise die Postion der einzelnen Fünfergruppen angeben und demnach beliebige Sequenzen herausgreifen. Das ginge mit deiner Methode nur sehr schlecht.


Nichtsdestotrotz hängt es auch immer davon ab, was einem mehr liegt; hat man ein gutes Zahlengedächtnis (wahrscheinlich als visueller Typ), benötigt man keine fiktive Geschichte. Als jemand mit einer besseren Fähigkeit, sich Handlungen zu merken, ist deine Methode jedoch die bessere. ;-)


MfG,
Akim

#1.1.1.1 - Turing 21.09.2007 09:01 -

>Meiner Meinung nach doch. Es zählt auch immer die
>Geschwindigkeit, da es - je nach Situation - auch um weitaus
>mehr Daten als nur 250 Stellen gehen könnte.

Naja klar, wenn man sich in bestimmten Situationen schnell andere Nummern merken muss, dann ist mein System natürlich nicht besonders effizient. Für Pi bin ich allerdings nach wie vor überzeugt, dass Geschwindigkeit beim Merken nicht besonders wichtig ist.

Aber abgesehen davon, wenn man erstmal für >=75 Zahlen ein Bild im Kopf hat, kann man sich damit auch andere Zahlen relativ schnell merken. Das funktioniert irgendwann einfach, wenn ich 15 sehe, denke ich "Tal", bei 44 "Rohr" usw. Da bekomme ich unter Umständen in Sekunden eine Geschichte zusammen.

>Ich hatte z.B. vor ca. einem Dreivierteljahr aus Spaß und
>Langeweile Pi auf 300 Stellen auswendig gelernt (ohne Bilder,
>versteht sich), indem ich alles in Zehner- und Fünfergruppen
>unterteilt habe.

Das finde ich ehrlich gesagt beeindruckend. Ich bin natürlich naiverweise genau so angefangen, aber schon nach 50 Stellen wurde es schwieriger die einzelnen Blöcke auseinander zu halten und nach 100 Stellen habe ich dann abgebrochen, weil ich nur noch durcheinander kam.

>Zusätzlich kann man auf diese Art und Weise die Postion der
>einzelnen Fünfergruppen angeben und demnach beliebige
>Sequenzen herausgreifen. Das ginge mit deiner Methode nur
>sehr schlecht.

Das geht (begrenzt) schon. Man lernt ja auch die Bilder in gewissen Blöcken. Da weiß man einfach wo ein Block anfängt und aufhört. Zum Beispiel wüsste ich, dass der zweite 50er Block mit einem Zug aufhört. Der Kontext, in dem der Zug steht, ist mir natürlich auch bekannt, deshalb kann ich die Geschichte von da aus weiter spinnen und komme deshalb auch auf beliebige Sequenzen, wenn ich will. Ausgehen muss ich dabei aber immer bei den "Meilensteinen" der Geschichte, d.h. den Grenzen der Blöcke.


Dass unsere beiden Systeme beide funktionieren, da sind wir uns sicher einig. Bleibt die Frage, welches System einfacher ist. Ich behaupte nach wie vor, dass stumpfes Auswendig lernen die allermeisten Menschen sehr schnell an ihre Grenzen bringt. Ich glaube, zu deinem System wären nur sehr wenige Menschen überhaupt *fähig*, ganz abgesehen davon dass ich einfach nicht glauben kann, dass es mit zunehmender Stellenzahl nicht unübersichtlich und verwirrend wird. Und drittens würde ich auch noch behaupten (als einer, der beides ausprobiert hat), dass mein System mit etwas Training nur sehr wenig Overhead produziert, so wenig dass selbst du es auf Dauer vielleicht besser finden würdest. :)


Übrigens, vielen Dank für deinen Beitrag. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass sich jemand Pi ohne irgendwelche Tricks merkt.

#2 - Mariel Dragon 24.09.2007 13:55 -

Ich merke mir auch pi über ein im Internet verbreitetes PI-Lied (http://john.jolly.name/~jjolly/pi.mp3) bin so innerhalb von 10 Minuten auf sichere 30 Nachkommastellen gekommen, nach insgesamt 20 Minuten Arbeit an zwei Tagen bin ich nun bie den ersten 62.

#3 - Akim 28.09.2007 22:51 -

Das mit dem Lied finde ich ganz interessant. Allerdings ist diese Methode etwas ineffizient, wie dein Beispiel zeigt, und endet bei vielleicht ca. 200 Stellen. So oder so bleibt es, wie bereits erwähnt, eine Frage des persönlichen Talents; der eine kann es besser so, der andere so. ;-)

Das Gedicht "Near a Raven" von Poe ermöglicht übrigens das Auswendiglernen von 740 Stellen, sofern man sich alle Verse einprägen kann. Hier ein Link:
http://users.aol.com/s6sj7gt/mikerav.htm


Folgender Vorschlag, Turing:
Um meine Methode tatsächlich aussagekräfitg überprüfen zu können, werde ich mich - hoffentlich kann ich mich dazu durchringen - noch einmal an Pi setzen und bis zu meiner persönlichen Grenze lernen.
Meine Methode (nur, um es noch einmal zu erläutern) funktioniert so, dass ich die Nachkommastellen von Pi in Zehnergruppen unterteile und mir dann die Verknüpfung der darin enthaltenen Fünfergruppen merke. Mal schauen, wie weit ich komme. :-)

Vielen Dank auch für deine Anregung; mir wurde erst dadurch klar, dass es durchaus sehr viele Lerntechniken in Bezug auf Zahlen geben kann.


MfG,
Akim

#3.1 - Turing 28.09.2007 23:48 -

Uff, du willst Pi bis an deine persönliche Schmerzgrenze lernen, nur um mein unreflektiertes Geschwafel zu überprüfen? ;)
Spaß beiseite, interessant fände ich es schon. Ich kann ja schon 300 Stellen nur unglaublich finden, weil ich, wie gesagt, bei runden 100 Stellen durcheinander gekommen bin. Aber bitte mach dir nicht unnötig viel Arbeit wegen mir, da würde ich mich schlecht fühlen :)

Aber vielleicht willst du ja einen Gastbeitrag schreiben, um dein System mal genauer zu erklären?

#4 - ???? 29.09.2007 16:01 -

Was muss man rechnen um pi zu erhalten, z.B. 3:1 oder so.
Was muss da stehen um pii zu erhalten???

#4.1 - Turing 29.09.2007 17:12 -

Da Pi irrational ist, gibt es natürlich keine "fertige" Formel, nur annähernde Formeln. So einfach wie 3:1 sind sie leider nicht, aber die gängigsten kann man bei WP nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kreiszahl#Moderne_N.C3.A4herungsrechnung_und_Bestimmung

#5 - electrobabe 15.03.2008 14:57 -

hier habe ich eine wirklich einfache methode sich die ersten 15 stellen von pi zu merken:
http://electrobabe.at/2008/03/13/wie-merkt-man-sich-pi/

#6 - unischreck 29.01.2009 19:58 -

die methode ist an sich zwar ganz lustig hilft einer klausur oder in der arbeit nicht weiter da es einfach zu lange dauert was ich unlogisch finde ist das 9 zu F wird
logisch wäre ein P
wenn man die 9 an einer vertikalen achse spiegelt und sich den unteren bogen wegdenkt sicht es megr aus wie P als wie F
rein theoretisch müsste die methode aber auch mit anderen buchstagen für die jeweilige zahl funktionieren man muss sie sich nur merken
was ich besonder bemerkenswert finde ist allein die idee zahlen mit buchstaben zu identifizieren um daraus eine gaschichte zu bilden die einem beim lernen hift
RESPEKT!!!!!!!

#6.1 - Turing 29.01.2009 20:08 -

Klar, andere Menschen haben andere Assoziationen und können sich andere Dinge besser merken. Darauf kommt es aber auch gar nicht an, wenn man die Methode verinnerlicht hat, denkt man gar nicht mehr darüber nach, was ein "F" bedeutet. Das geht ganz automatisch und jeder hat da seine Eigenheiten, kein Problem.

Übrigens habe ich die Methode auch noch nie in Klausuren verwendet. Leider geht es in den Naturwissenschaften nur selten darum, Dinge auswendig zu lernen. Normalerweise muss man den Stoff meistern, wissen *warum* es so funktioniert. da hilft mein System überhaupt nicht :)

#7 - someone 18.08.2010 23:06 -

also ich find diese mathode zwar interessant. aber ich hab die mir einfach so gemerkt..dauert zwar was( für ca 60 hab ich jetzt 30 minuten gebraucht) und auch da hörts bei etwa 150 auf. aber ich fands einfacher. udn ich glaub wenn ich mich noch was anstrengen könnte ich auch über 200 kommen.
also ich hab mir immer ein paar zwhalen genommen die so ne art rhytmus haben ( 1415 oder 46264 oder 33832) hab ich etwar 5 bis 10 mal aufgeschrieben udn gesagt.dann wieder ein paar zahlen. und nach etwa 10 zahlen alles hintereinander geschrieben und wieder mehrmals aufgesagt. so kam ich dann immer weiter...aber ich glaub ich werds mal versuchen ob ich mir so eine geschichte merken kann. wäre was neues.

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